Donald Trump hat im Wahlkampf eine härtere Bekämpfung der illegalen Einwanderung in die Vereinigten Staaten versprochen – und der US-Präsident hat dieses Versprechen eingelöst. Wie ein Beamter des Heimatschutzministeriums vor dem Besuch Trumps in der Grenzstadt Yuma im Bundesstaat Arizona mitteilte, gab es im ersten Halbjahr 126.472 Festnahmen von mutmaßlichen illegalen Einwanderern, was gegenüber 2016 ein Anstieg um 46 Prozent bedeutet.

Außerdem wird deutlich, dass die Errichtung von Hindernissen an der Grenze langfristig zu einer Abnahme der illegalen Einwanderung führt. „Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob der Zaun an der Grenze in Yuma sechs oder sechzig Meilen lang ist“, sagte der Beamte des Heimatschutzministeriums. Denn durch den Ausbau des Grenzzauns sowie einer besseren Durchsetzung des Rechts konnte in der Nähe von Yuma die Zahl illegaler Grenzübertritte seit 2007 um 83 Prozent gesenkt werden. In den Jahren 2005 und 2006 gab es in diesem Bereich pro Tag bis zu 800 illegale Grenzübertritte.

Eine weitere Maßnahme der Trump-Regierung gegen die illegale Masseneinwanderung ist die rigorose Abschiebepraxis. „Wenn ihr hierherkommt, werdet ihr festgenommen und hinausgeworfen“, betonte der Beamte des Heimatschutzministeriums. Aber dennoch gibt es für die US-Behörden noch viel zu tun, weil sich rund eine halbe Million untergetauchter illegaler Einwanderer oder krimineller Ausländer nicht gefasst werden können. Ein wichtiger Grund dafür sind fehlende Ressourcen.

 

[Text: B. T.; Bild: Staff Sgt. John Wiggins, U.S. Air Force]