Ein krasses Beispiel, welche „Rechte“ Arbeitnehmer haben, wenn die SPÖ regiert, brachte am Montagabend Vizekanzler HC Strache. Zur Kritik der linken Opposition am neuen, von der türkis-blauen Bundesregierung beschlossenen Arbeitszeitgesetzes brachte der FPÖ-Bundesparteiobmann den Fall eines Beschäftigten der Wiener Magistratsabteilung 48 (Abfallwirtschaft und Straßenreinigung). Wie aus Gehaltszetteln, die Strache vorliegen zu entnehmen sei, musste der Mann, der obendrein zu 50 Prozent behindert ist, in den Jahren 2010, 2011 und 2013 durchschnittlich 15 Stunden am Tag arbeiten. „D.h., summa summarum hat der Mann in einem Monat Überstunden für zwei Monate gemacht“, rechnete Strache vor.

Laut Strache, der der SPÖ „Unehrlichkeit“ vorwarf, war es dem Betroffen, der in einigen Tagen seinen Namen nennen will, nicht möglich, zwischen bezahlten Überstunden und Zeitausgleich auszuwählen. „Das ist ungeheuerlich“, so der Vizekanzler. Zudem sprach Strache von einer Rechtswidrigkeit im rot-grün regierten Wien, die nun mit dem neuen Arbeitszeitgesetz abgestellt werde.

Und auf noch einen Umstand, der ein Sittenbild davon zeichnet, wenn die SPÖ das Sagen hat, wies der FPÖ-Chef hin. Der Leiter der Magistratsabteilung 48, der dazu auch noch der Ehemann der zuständigen Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) ist, soll vor den Mitarbeitern gesagt haben: „Mit den Krankenständen fahren wir ab.“ Der vom Überstundenexzess betroffene Mitarbeiter wurde übrigens krank.

[Text: B.T.; Bild: GuentherZ/Wikipedia.org Lizenz: Attribution-ShareAlike 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)  ]