Die Grünen, Tugendwächter der Nation und stets auf die Einhaltung, der von ihnen aufgestellten Regeln für „political correctness“ und abstruser „Genderabsurditäten“ bedacht, sind nun selbst ins Kreuzfeuer ihrer „Zauberlehrlinge“geraten. Ihr Wiener Wahlplakat, das einen Nationalratsabgeordneten mit Lippenstiftabdrücken im Gesicht zeigt, wurde als „sexistisch“ eingestuft.

Schuld daran ist die zweideutige Überschrift: „ICH BIN ÖFFI FÜR ALLES“ in Verbindung mit den stilisierten Kusslippen. Den „Werbezensoren“ ging das zu weit, weil der dargestellte Mann damit auf ein „Sexobjekt“ reduziert wurde. So wurde eine Einrichtung, von der grünen Feministinnen-Fraktion geschaffen, um möglichst ausgiebig Andersdenkende an den Pranger stellen zu können, zum Fallstrick für ihre eigenen Wahlwerber in Wien.

Das wirklich Üble an dem Plakat ist aber nicht diese lächerliche „Verurteilung“ als sexistische Werbung, sondern die Tatsache, dass der abgebildete Nationalratsabgeordnete gar nicht für den Wiener Gemeinderat kandidiert. Es ist reine Wählertäuschung, was die scheinheilig, ständig die Forderung nach Transparenz und Ehrlichkeit auf den Lippen führenden, Grünen hier betreiben.

 

 

W. T.

 

 

(Bild: ZZ-Archiv)