Linke und gutmenschliche Kreise in Norwegen beschäftigt derzeit nur eines: Kritik üben an Innenministerin Sylvi Listhaug. Die Politikerin der patriotischen Fortschrittspartei hat nämlich auf ihrer Facebook-Seite gefordert, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: „Ich denke, diejenigen, die nach Norwegen kommen, müssen sich am unsere Gesellschaft anpassen. Hier essen wir Schweinefleisch, trinken Alkohol, und zeigen unser Gesicht. Wenn Sie hierher nach Norwegen kommen, müssen sie unsere Werte, Gesetze und Sitten aushalten können.“ Auch in Norwegen reißt immer mehr die Unsitte ein, dass in Gaststätten keine Gerichte mit Schweinefleisch angeboten werden, weil sich dadurch Mohammedaner „beleidigt“ fühlen könnten.

Listhaugs Facebook-Eintrag enthält zudem einen Verweis auf einen Artikel der Zeitung „Dagbladet“. Darin stellt die Integrationsministerin klar, dass es nicht „Aufgabe der Gesellschaft ist, sich an Einwanderer anzupassen“, vielmehr müssten den Neuankömmlingen klare Anforderungen bezüglich der Integration gestellt werden. Dazu zählen insbesondere das Erlernen der Sprache des Gastlandes sowie die Arbeitssuche. Bezüglich der Suche nach einer Arbeit gibt Listhaug Einwanderinnen aus islamischen Ländern auch gleich einen Tipp mit auf den Weg: „Wenn Sie zu einem Vorstellungsgespräch gehen, tragen Sie ja auch keine Jogginghose oder Baseballkappe. Also, tragen Sie keinen Nikab (Gesichtsschleier, Anm.) oder Burka.“

Unter den Kritikern der Integrationsministerin befindet sich unter anderem Ann-Magritt Austena. Die Vorsitzende der norwegischen Organisation für Asylwerber wirft Listhaug vor, sie würde die Dinge „allzu sehr vereinfachen, wenn sie glaubt, dass Kleidung, Schweinefleisch und Alkohol die Hauptgründe sind, warum Frauen bei der Integration scheitern“. Anscheinend stört Austena sowie die anderen Organisationen der norwegischen Asylindustrie, dass die Masseneinwanderung in das skandinavische Land eingedämmt werden könnte. Kamen 2015 noch rund 32.000 „Flüchtlinge“ nach Norwegen, so wird heuer mit 3.500 gerechnet.

 

[Text: B. T.; Bild: Kjetil Ree/wikimedia.org]