„....Und auch mit der Toilett

gibt’s bei der Frau kan G´frett

Dö braucht kan Seiden´klad, kan Manilahuat,

und wann´s ihn granti macht

so frißt er s´zsamm auf d´Nacht

Ja so a Kongoneger hat´s halt guat.


Wenn es dieser Text nicht in sich hat? Die Bewohner der demokratischen Republik Kongo werden politisch höchst inkorrekt schlichtweg als „Kongoneger“ bezeichnet. Sie werden als Kannibalen dargestellt, und mehr noch: Es wird gutgeheißen, wenn sie ihre Frauen auffressen können.

Mehr Sexismus und mehr Rassismus geht also wohl kaum.

Und das Ganze kann man seit einigen Jahren als Lied auf einer CD käuflich erwerben. Produzent ist niemand anderer als der ORF. Der Arbeitgeber Armin Wolfs verbreitet also nicht nur rassistische und sexistische Lieder, sondern er verdient auch noch daran. Das „Lied“ wird auf der zweiten CD der „Wiener Lied Edition 1-3" um 29,90 Euro im ORF-Shop vertrieben.

Nimmt Armin Wolf, dem es ja so schnell vor Liedertexten ekelt, seinen moralischen Anspruch einigermaßen ernst, bleiben ihm nur zwei Möglichkeiten: Entweder er zeigt seinen Arbeitgeber an und kündigt, oder er bringt seinen Arbeitgeber dazu, diese CD vom Markt zu nehmen und das damit verdiente Geld den geschmähten Bewohnern der Demokratischen Republik Kongo zu spenden. Nach erfolgter öffentlicher Entschuldigung natürlich.

Und auch bei Udo Landbauer sollte er das tun. Der hat nämlich weder die Liederfibel mit dem inkriminierenden Liedertext produziert, und schon gar nicht damit Geld verdient.


[Text: W. T.; Bild: Screenshot YouTube]