Das Europäische Unterstützungsbüro für Asylfragen zieht seine Mitarbeiter aus dem EU-Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos zurück. Offenbar kann ihre Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden. Am Montag hatten im Lager Moria auf Lesbos nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters 70 Einwanderer randaliert und Feuer gelegt.

Wie griechische Medien berichten, wollten die ungebetenen Gäste mit ihren Straftaten – sie hatten unter anderem Container des EU-Asylbüros angezündet und damit öffentliches Eigentum zerstört oder zumindest erheblich beschädigt – gegen die ihrer Meinung nach zu schleppende Bearbeitung ihrer Asylanträge protestieren. Allerdings dürfte es nun nach Abzug des EU-Personals wohl kaum zu einer beschleunigten Erledigung der Asylanträge kommen.

Dass Einwanderer im Flüchtlingslager Moria Straftaten verüben, ist nichts Neues. Erst im September musste das Lager auf der Insel Lesbos evakuiert werden, nachdem Einwanderer Feuer gelegt und starke Winde den Brand angefacht hatten. In politisch korrekten Medien wurde diese Form der Einwanderergewalt als „Protest“ gegen die im Lager Moria angeblich herrschenden „menschenunwürdigen“ Verhältnisse heruntergespielt. Wegen der nach wie vor starken illegalen Einwanderung leben in dem für 3.000 Personen konzipierten Lager rund 6.000 Einwanderer.

 

[Text: B. T.; Bild: Twitter/EASO]