Die gesunkenen Boote und deren Opfer werden dann sogleich von der heimischen Asylmafia missbraucht, um den Europäern ein schlechtes Gewissen einzuimpfen, indem sie so tut, als wären wir verantwortlich dafür, dass sich die Leute in überfüllten Seelenverkäufern auf den Weg machen. Glaubt man den Aussagen der jüngst vor Lampedusa Aufgefischten, dann sind in den vergangen Tagen wieder rund 400 Einwanderungswillige vor der libyschen Küste ertrunken, und wie fast immer waren es vorwiegend junge Männer. Diese sind im Allgemeinen keine Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention. Auch wenn man den Behauptungen der Asyllobbyisten glaubt, dass die Familien, die in diversen Flüchtlingslagern in Afrika und dem Nahen Osten leben, die Männer nur vorausschicken, um später von ihnen nachgeholt zu werden, ergibt sich daraus zwingend, dass es sich nicht um unmittelbar bedrohte Menschen handelt. Ein Vergleich mit der jüngsten innereuropäischen Flüchtlingswelle, die uns massiv betroffen hat, dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien, beweist das. Damals kamen Jung und Alt, Männer wie Frauen. Flucht bedeutet, weg zu müssen und nicht zu warten, um sich auszusuchen, wo man sich niederlassen kann und wo das beste Sozialnetz auf einen wartet. Man darf das aber nicht den Einwanderern vorwerfen, sondern jenen Gutmenschen, die uns mit dem Gefasel von armen Flüchtlingen weich zu klopfen versuchen.

 

H. W.

 

 

 

(Bild: Noborder Network/Flickr)