Der 3. Oktober, der Tag der deutschen Einheit, wirft in Frankfurt am Main seine Schatten voraus. Denn bei der Feierstunde in der altehrwürdigen Paulskirche soll auf Einladung von Oberbürgermeister Peter Feld ausgerechnet Daniel Cohn-Bendit, ein langjähriger Europaabgeordneter der Grünen, die Festrede halten. Cohn-Bendit war einer der Rädelsführer beim marxistischen Studentenaufstand im Jahr 1968.

Aber nicht deswegen kritisiert die CDU, dass Cohn-Bendit die Festrede halten soll. Die Christdemokraten weisen darauf hin, dass der Grüne die gegen ihn gerichteten Pädophilie-Vorwürfe bis heute nicht glaubwürdig entkräftet hat. In seinem 1975 erschienenem Buch „Der grosse Bazar“ schrieb Cohn-Bendit: „Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen."

Und eine andere Textpassage lautet: „Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: ‚Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?‘ Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt.“

Als Jahre später der pädosexuelle Komplex der bundesdeutschen Grünen bekannt wurde, sprach Cohn-Bendit von „verbalen Unschärfen“ in seinen Formulierungen. Für die CDU sind Cohn-Bendits Äußerungen „nicht abschließend aufgearbeitet“, zumal der Grüne Pädophilie als „schön, nachahmenswert und gerechtfertigt“ beschrieben habe. Es wäre interessant zu erfahren, wie der Grüne Bundespräsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen zu Cohn-Bendit steht.

 

[Text: B. T.; Bild: Marie-Lan Nguyen/wikimedia.org]