Österreich steht noch unter dem Schock des Messerattentats von letzter Woche: Ein afghanischer Asylwerber hatte einen Zahnarzt, dessen Frau und Tochter in der Nähe der U-Bahnstation Nestroyplatz im 2. Wiener Bezirk mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt. Wenig später fiel er auch noch beim Praterstern mit dem Messer über einen Landsmann her und verletzten auch diesen. 

Nun gibt es einen Folgetäter.

Vor der Residenz des iranischen Botschafters in Wien Hietzing attackierte ein Mann mit dem Messer den wachhabenden Bundesheersoldaten. Das Überwachungsvideo zeigt den Angreifer, der den Wachhabenden angreift und unentwegt auf diesen mit einem Messer einsticht. Durch das Tragen einer Stichschutzweste konnte das Schlimmste verhindert werden. Der Soldat erlitt aber trotzdem eine Stichverletzung im Arm.
Nachdem er zuerst vergebens versucht hatte, den Angreifer mit einem Pfefferspray abzuwehren, verteidigte sich der Bundesheersoldat mit seiner Dienstwaffe und erschoss den Angreifer. Das neuerliche Messerattentat dürfte einen religiös motivierten Hintergund haben. Der Täter ist österreichischer Staatsbürger mit ägyptischen Wurzeln.

Wegen akutem Personalmangel bei der Polizei hat das Bundesheer seit 2016 den Schutz diplomatischer Einrichtungen übernommen. Über 100 Soldaten sind dafür im Einsatz.

[Text: W.T.; Bild: hietzing.at]