13 Tote und rund 100 Verletzte – das ist die schreckliche Bilanz eines islamistischen Terroranschlags in Barcelona. Der Attentäter fuhr, wie Augenzeugen berichten, mit einem Kleinlastwagen in der beliebte Flaniermeile Las Ramblas im Zentrum der katalanischen Hauptstadt im Zickzack-Kurs, um möglichst viele Menschen zu töten. Zu dem feigen Massenmord in Barcelona bekannte sich bereits der IS. Wie die Polizei mitteilte, konnte ein zweiter Anschlag gerade noch verhindert werden. Sicherheitskräfte erschossen in einem Küstenort 100 Kilometer südlich von Barcelona fünf mutmaßliche Islam-Terroristen, die Sprengstoffgürtel getragen haben sollen.

Beim Massenmörder von Barcelona, den die Polizei verhaften konnte, handelt es sich laut spanischen Medienberichten um Driss Oukabir. Es wurde 1989 in Marokko geboren und lebte legal in Spanien. Nach einem Bericht der Zeitung „El Pais“ ist Oukabir für die Sicherheitsbehörden kein Unbekannter. Er saß in der katalanischen Stadt Figueres im Gefängnis und wurde 2012 freigelassen. Zudem soll Oukabir, der auch eine Zeit lang in Marseille in Frankreich lebte, am 13. August von Marokko kommend nach Barcelona gereist sein. Wie eine Quelle aus Nachrichtendienstkreisen „El Pais“ sagte, war zudem bekannt, dass der Barcelona-Attentäter sich heuer in Madrid aufhielt und von der Polizei überwacht wurde. Man versuchte unter anderem herauszufinden, mit wem sich der Einwanderer aus Nordafrika traf. Und zum Kreis der Terrorverdächtigen soll auch Oukabirs 18-jähriger Bruder Moussa zählen.

 

[Text: B. T.; Bild: Auledas/wikimedia.org]