Österreichische Systemmedien berichteten am 6. Oktober: „Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Butina, hat auf Twitter geschrieben ...“ Dumm nur: Die Sprecherin hat weder einen Twitter-Account, noch ist ihr Name Maria Butina. Tatsächlich wurde die politische Aktivistin Butina vor ein paar Monaten in den USA wegen Spionageverdachts verhaftet und sitzt dort weiterhin in Haft.
Die „Krone" und die „Kleine Zeitung" haben ihre Großtat noch online, beim „Kurier" kann man das wirre Konstrukt via "Pressreader" nachlesen. Nur der ORF hat nachgebessert und behauptet nun: "Das russische Außenministerium wies die Vorwürfe erneut zurück ... schrieb die Presseabteilung auf Twitter. 
Die tatsächliche Spercherin heißt übrigens Maria Sacharowa (Zakharova) , was mit Google binnen weniger Sekunden herauszufinden ist.
Es ist ebendort keine Pressemitteilung des zitierten Inhalts zwischen dem 6. Oktober und heute auffindbar. Tatsächlich sagte Russlands Außenminister Lavrov am 8. Oktober, dass es sich bei den Vorwürfen hinsichtlich Cyberattacken um "Spionophobie" handeln würde und Moskau noch keinerlei Beweise aus Den Haag übermittelt wurden.
Woher die Schreiberlinge ihre Informationen haben, ist unklar. Auf jeden Fall aber nicht aus den von ihnen zitierten Quellen, denn die sind frei erfunden.

[Text: A.S.; Bild: GSvA]