Die historische Wiener Innenstadt, welche mit ihren prachtvollen Bauten jährlich Millionen Touristen anzieht und so maßgeblich zur Wirtschaftskraft der Stadt beiträgt, wird weiterhin von der UNESCO als „gefährdet“ eingestuft und bleibt somit weiterhin auf der „Roten Liste“.

Die UNESCO tagt von 24. bis 26. Juni im arabischen Inselstaat Bahrain und räumte der Stadt Wien immerhin eine Galgenfrist bis Februar 2019 in dem Sinne ein, dass der Status vorerst nicht aberkannt wird. Bis dahin muss es jedoch eine Änderung der umstrittenen Baupläne geben, sollte die Stadt am Erhalt des Weltkulturerbes interessiert sein. Besonders der 66 Meter hohe Wohnturm am Heumarkt ist für die Kommission Stein des Anstoßes, den begehrten Status infrage zu stellen.

Fanatische Befürworterin dieser städtebaulichen Bankrotterklärung ist besonders die Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou von den Grünen – selbst in ihrer eigenen Partei fehlt ihr mittlerweile jeglicher Rückhalt in dieser Angelegenheit. Im April 2017 hielten die Wiener Grünen eine parteiinterne Abstimmung über das geplante Bauprojekt ab, welches von knapp 51 Prozent der Teilnehmer abgelehnt wurde. Statutengemäß ist das Ergebnis auch aufgrund der hinreichenden Teilnehmerzahl bindend – Vassilakou, sich sonst als Speerspitze der direkten Demokratie gerierend, ignorierte jedoch diese Entscheidung und hält weiterhin am umstrittenen Projekt fest.

Mittlerweile hat sich sogar schon die Bundesregierung zur Thematik geäußert und angekündigt, alles zu tun, um das Weltkulturerbe zu erhalten.

[Text: M.S; Bild: flickr.com/Matthias Ripp; Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic]