Spätestens 2020 wird in Wien ein neuer Gemeinderat gewählt und die Grünen suchen einen neuen Spitzenkandidaten. Um das offenkundig nicht allzu große Interesse zu vergrößern, wollen sie den russischen Präsidenten Wladimir Putin für ihre Zwecke einspannen. „Du musst nicht Wladimir heißen, um Wahlen zu beeinflussen“, verlautbart die linkslinke Partei im Internet.

Wie Putin auf den bis heute unbewiesenen Vorwurf, er lasse im Ausland Wahlen beeinflussen, reagiert, ist nicht bekannt. Auch ist nicht davon auszugehen, dass die Grünen im Kreml angefragt haben, mit dem Konterfei Putins werben zu dürfen.

Beim Wahlprozedere selbst gaukeln die Grünen Offenheit nur vor. Wähler mit Wohnsitz in Wien, welche die „Grundsätze der Grünen Wien“ akzeptieren, können sich gegen eine Gebühr von 15 Euro registrieren lassen. Um aber als Kandidat zugelassen zu werden, benötigen die Bewerber 100 Unterstützungen. Damit aber nichts schief läuft, gibt es eine wesentliche Einschränkung: Mindestens die Hälfte der Unterstützungen muss von Parteimitgliedern der Grünen stammen.

[Text: B.T.; Bild: Twitter/Die Grünen Wien]