Gegen einen Schlussstrich zum Thema Restitution von Kunstgegenständen sprach sich SPÖ-Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny im Vorfeld der Vorlage des Wiener Restitutionsberichtes im Gemeinderat aus. „Ich bin strikt dagegen, einen Schlussstrich unter die Restitutionsdebatte zu ziehen, wie dies leider immer wieder zu hören ist. Solange noch Kunstgegenstände auftauchen, die vor oder während der NS-Zeit geraubt wurden, ist es ebenso unsere moralische wie rechtliche Verpflichtung, diesen Raub aufzuklären und die Kunstgegenstände den rechtmäßigen Eigentümern zurückzugeben. Wir haben zu früh die Decke des Schweigens darüber gebettet, als dass wir uns jetzt durch Verjährung diesem Unrecht wieder entziehen könnten“, ließ Mailath-Pokorny in einer Aussendung wissen.

Zudem teilte er mit, dass die Bundeshauptstadt seit 1999 insgesamt 7.268 Objekte restituiert hat. Demnach wurden aus dem Wien Museum bisher 4.400 Objekte aus 48 Sammlungen an die ursprünglichen Eigentümer oder deren Rechtsnachfolger ausgefolgt. Aus der Wienbibliothek waren es 2.855 Objekte, wobei ein Großteil mit Steuergeld wieder angekauft wurde.

 

B. T.

 

 

(Bild: Christian Michelides/wikimedia.org)