Es wird wohl mehr als eine Million Menschen sein, die im Laufe des Jahres 2015 als Asylbegehrende nach Europa, vorzugsweise nach Deutschland, Österreich und Schweden gelangten. Zuletzt Hunderttausende über die Balkanroute quer durch Österreich, und während bis zum vergangenen Sommer noch Schlepper ihr kriminelles Handwerk verrichteten und, so sie ergriffen wurden, auch vor Gericht gestellt wurde, übernahmen dann die Staaten selbst das Schlepperhandwerk. Auf Kosten der europäischen Steuerzahler wurden die „Schutzsuchenden“, wie man sie euphemistisch in den Medien bezeichnet, mit Sonderzügen und öffentlich organisierten Bussen, ja sogar mit Taxis transportiert – von Griechenland über Mazedonien, Serbien zuerst über Ungarn und dann nach der Grenzschließung über Kroatien und Slowenien nach Österreich, wo man sie zuerst unter großem öffentlichen Beifall und unter Willkommenskundgebungen, etwa am Wiener Westbahnhof, in Richtung Bundesrepublik Deutschland durchwinkte.

Angela Merkel hatte den Exodus der Millionen – weitgehend jungen Männer, in den etablierten Medien mit Frauen und Kindern geschönt – ausgelöst, indem sie vollmundig verkündet hatte, es könne jeder kommen, und die Deutschen würden das schaffen. Weitgehend unregistriert und damit auch unkontrolliert strömten sie zuerst über Ungarn zu uns ins Land, bis Viktor Orbán, beschimpft von den Mainstreampolitikern und Mainstreammedien, dann schließlich seinen Grenzzaun errichtete. Zu weiten Teilen wurden sie nicht einmal gezählt, geschweige denn wurde erfasst, wer sie sind, woher sie kommen und wohin sie im Detail wollen. Ganz selbstverständlich akzeptierte man, dass die Asylsuchenden, die in Wahrheit weitgehend illegale Wirtschaftsflüchtlinge und ganz reale Zuwanderer sind, sich das Ziel ihrer Wanderung selbst aussuchen dürfen. Sie wollen nach Deutschland oder Schweden, vielleicht der eine oder andere auch nach Holland oder Dänemark, und, wem nichts anderes übrig bleibt, auch nach Österreich.

Und da ging und geht es natürlich nicht mehr um Schutz vor Krieg, Not und Verfolgung, sondern nur mehr um „Asyloptimierung“, und sehr bald zeigte sich auch, dass die anbrandenden Massen keineswegs gewillt waren und sind, sich an Gesetze und Regeln, an Grenzen und behördliche Vorschriften zu halten. Die Grenzen wurden einfach überrannt, man schob Exekutivorgane zur Seite und da und dort – tunlichst totgeschwiegen von den etablierten Medien – griff man auch zu Gewalt, fackelte Zelte ab und nützte die reine Masse, um willkürlich den eigenen Willen durchzusetzen.

 

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Bild: Gémes Sándor/SzomSzed/wikimedia.org