Friedrich Schiller kommt auch 212 Jahre nach seinem Tod nicht zur Ruhe. Zuerst in Weimar in einem Massengrab für angesehene Persönlichkeiten bestattet, wurde 21 Jahre nach seinem Tod der Schädel des deutschen Dichterfürsten in der neuerrichteten Fürstengruft zu Weimar beigesetzt. Fast 100 Jahre später wurde ein zweiter Schädel gefunden, der angeblich von Schiller stammen soll. Vor rund zehn Jahren kam dann aber die ernüchternde Erkenntnis: DNA-Analysen ergaben, dass keiner der beiden Schädel von Schiller stammt. Der eine Schädel stammt von einem unbekannten Mann, der andere von einer Frau.

Somit bleibt weiterhin die Frage offen, wo sich nun der (echte) Schädel von Friedrich Schiller befindet. Aber wie dem auch sei: Präsident der Klassik Stiftung Weimar, Hellmut Seemann, will nun den Frauenschädel bestatten lassen.

 

[Text: A. M.; Bild: Anton Graff/wikimedia.org]