Hurra! Die Befürchtungen patriotischer Parteien quer durch Europa, Massenimmigration könnte unsere überalterten und kinderlosen Gesellschaften überlaufen und langfristig zersetzen, haben sich in Luft aufgelöst! Ein Staatsmann von Rang nimmt uns jüngsten Aussagen zufolge die erdrückende Migranten-Last von den Schultern: Gegenpapst Franziskus befürwortet nämlich den Migrationspakt und fordert Verantwortung, Solidarität und Mitleid mit Migranten. Und da der Vatikan gewöhnt ist, mit gutem Beispiel voranzugehen, wird er den überlaufenen Ländern gewiss gerne aus der Patsche helfen und in der Zwischenzeit einige Millionen Migranten innerhalb seines weitläufigen Territoriums von mehreren tausend Quadratmetern aufnehmen.

Allerdings bleibt zu befürchten, dass innerhalb kürzester Zeit ähnliche Vorwürfe wie in Drasenhofen aufkommen. Schließlich wird der Vatikan abends gesperrt und nächtliche Ausgänge wären nur schwer möglich. Zwar gibt es keinen Drahtzaun, dafür aber meterhohe Steinmauern, die allerdings mit etwas Geschick und Mut bei guter Kondition lebend überwunden werden könnten.

Auch wäre ein offener Dialog mit gesprächsbereiten Muslimen gewiss auch eine kulturelle Bereicherung für die monotone Gesellschaftsstruktur des Kirchenstaates.

Franziskus hätte endlich ebenbürtige Gesprächspartner zum Abendbrot und die armen, unbegleiteten, minderjährigen, kräftigen Männer hätten sogleich auch angemessene Kleidung direkt aus der Maßwerkstatt Gammarelli: Nagelneue, unbenutzte rote Schuhe. Bestickte Brokat-Pluviale mit Borten und Goldtressen für niedrige Temperaturen. Eine samtene Cappa Magna als Nachtdecke. Ein Birett gegen den Schnee, ein Pileolus gegen die Sonne. Refektorien, Hörsäle und Schlafzimmer zur Nächtigung. Der Petersdom als Lunchhalle. Ganz zu schweigen von kostengünstigen Sprachkursen unter dem Motto: „Spanisch in drei Tagen mit Bergolio“ inklusive Nachtkuss zum Abendgruß. 

Auch lässt die zukunftsfitte Population des Vatikans im Unterschied zu geburtenarmen Ländern wie Österreich oder Deutschland in nächster Zeit keinesfalls Rückschlüsse auf eine bevorstehende Umvolkung zu.

Die ideale Spielwiese also für „traumatisierte Jugendliche“ aller Herren Länder. Die Chance für eine kulturelle Annäherung zwischen Islam und Katholizismus! Eine Chance, die man nutzen sollte…

[Text: A.L.; Bild: Wikipedia/Diliff; Lizenz: CC BY-SA 3.0]