Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) möchte offenbar, dass in der Bundesrepublik in 100 Jahren das dann anstehende Sechshundert-Jahr-Jubiläum der Reformation nicht mehr groß gefeiert wird. Denn dieser Tage sprach sich der oberste Protestant der Bundesrepublik erneut für die Masseneinwanderung (aus islamischen Ländern) nach Deutschland aus. „Wir haben uns als Kirche immer gegen eine Obergrenze ausgesprochen, weil es für eine Humanität keine Obergrenze gibt“, sagte der politisch überkorrekte EKD-Ratsvorsitzende der „Berliner Morgenpost“.

Wenig überraschend ist Bedford-Strohm auch ein glühender Verfechter des sogenannten Familiennachzugs. Dieser sei, „wenn die aktuellen Prognosen zutreffen“ durchaus „verkraftbar“. Zudem sind es ja „keine Massen die da kommen“. Auch sieht Bedford-Strohm eine „humanitäre Verpflichtung, zu helfen“. Dies betrifft offenbar weniger Hilfe für unschuldig in Not geratene Deutsche, sondern Einwanderer: „Unser Verantwortungshorizont endet nicht an den bayerischen, deutschen oder europäischen Grenzen“, meint der EKD-Ratsvorsitzende.

Vorbei ist es mit der gutmenschlich-theologischen Duselei hingegen, wenn es um Patrioten geht. So sagte Bedford-Strohm in Bezug auf die Alternative für Deutschland (AfD), Voraussetzung für offizielle Gespräche wäre, dass es eine „gemeinsame Grundorientierung gäbe“. Diese „gemeinsame Grundorientierung“, die nach Bedford-Strohms Selbstverständnis natürlich die dem linken Zeitgeist verpflichtete EKD zu bestimmen hätte, gibt es natürlich nicht. Vielmehr unterstellt der Ober-Protestant, dessen Kirche immer mehr Schäfchen den Rücken kehren, der AfD, sie würde den Begriff „christliches Abendland“ verwenden, „um andere Menschen auszugrenzen und zu diskriminieren“. Aber das christliche Abendland bzw. dessen Erhaltung scheint für den Einwanderungsfreund Bedford-Strohm kein Herzensanliegen zu sein.

 

[Text: B. T.; Bild: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0]