Dass Tempolimits den Spritverbrauch vermindern oder gar die Umwelt schützen ist schier falsch. Erstens ist der Spritverbrauch stark vom Autotyp abhängig und zweitens bekommt die Umwelt meist weniger ab, je schneller der Wagen vorbeizieht. So erreicht etwa ein Wagen mit vielen PS den Mindestverbrauch bei wesentlich höherer km/h – Anzahl als ein Wagen mit wenigen Pferdestärken, der bei 120 km/h schon am Limit fährt. Die Maßgeschwindigkeit gibt es also genauso wenig wie den Maßanzug. Jeder Fahrer muss im Rahmen seiner Selbstverantwortung entscheiden, was er seinem Wagen zumuten kann. Während der eine bei 140 km/h ruhig und spritsparend dahinrollt, läuft ein anderer schon bei 100 km/h auf Hochtouren.

Wozu also Tempolimits? Weil eine niedere Geschwindigkeit Unfällen vorbeuge? Auch daneben! Erstens ereignen sich auf jenen Straßenteilen Deutschland, darauf es gar kein Tempolimit gibt, nicht mehr Unfälle als auf begrenzten Straßen, weil sich das Verkehrsaufkommen aufgrund höherer Geschwindigkeit lichtet.

Und zweitens: Wenn jeder Verkehrstote – wie stets argumentiert – ein Toter zu viel wäre und daher das Limit gesenkt werden müsste, so müsste man – diesem Gedanken folgend – das Autofahren generell einstellen. Denn auch bei Tempo 30 gibt es Unfälle. Das Fahrzeug ist ein gefährliches Vehikel, aber man vertraut darauf, dass der ausgewiesene Bürger im Stande ist, es ordnungsgemäß zu lenken und Unfälle zu vermeiden. Dass es dennoch zuweilen dazu kommt, nimmt die Menschheit eben aufgrund der Annehmlichkeiten des Autos in Kauf, so wie sie die Folgen fetthaltigen Essens, leberschädigenden Alkohols und der lungenfeindlichen Zigarette in Kauf nimmt. Der Zugriff wird in die Freiheit des Einzelnen gestellt und das ist gut so. Schließlich wird niemand zum Fahren, Rauchen oder Trinken gezwungen. Wer aber will, der soll. Und muss eben mit dem Risiko leben.

So etwas nennt man „Selbstbestimmung“ und „Eigenverantwortung“. Begriffe, die sich so mancher Gutmensch ins Stammbuch schreiben sollte!

[Text: A.L.; Bild: Wikipedia.org]