Wieder einmal soll den Deutschen Sand in die Augen gestreut werden. Einer Hochrechnung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Deutschen Islamkonferenz zufolge lebten zum Stichtag am 31. Dezember 2015 zwischen 4,4 und 4,7 Millionen moslemischer Männer und Frauen in Deutschland. Das entspricht 5,4 bis 5,7 Prozent der Gesamtbevölkerung, womit jeder Zwanzigste ein Mohammedaner ist. Laut dieser BAMF-Hochrechnung – vermutlich nutzt das BAMF diese Bezeichnung, weil gesicherte Zahlen schlicht und einfach nicht vorliegen – ist zudem jeder vierte Moslem, rund 27,4 Prozent, in den letzten Jahren nach Deutschland gekommen. Allein zwischen Mai 2011 und Ende 2015 sollen es rund 1,2 Millionen gewesen sein.

Mit diesen Zahlen soll den Deutschen gezeigt werden, dass ja alles nicht so schlimm ist und sich Deutschland ja nicht so grundlegend ändert. Denn eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Ipsos, in welcher die Befragten schätzen sollten, wie viele Moslems in Deutschland seien, hatte ergeben, dass die Befragten die Zahl auf rund 20 Prozent der Bevölkerung schätzten, was gänzlich falsch sei, da ja nicht jeder Fünfte in Deutschland Mohammedaner ist, sondern nur etwa jeder Zwanzigste.

Allerdings sind derartige Zahlenspielereien mehr oder weniger eine Täuschung über die wahren Verhältnisse. Immerhin gibt es Regionen, etwa am Land, wo der Anteil der Mohammedaner wohl eher im Promillebereich liegt, während woanders eine Konzentration stattfindet, die selbstverständlich die Zusammensetzung der Bevölkerung massiv verändert. Zumal diese 5,7 Prozent mit ihren bescheidenen Forderungen nach Moscheen, Kopftüchern im öffentlichen Leben und öffentlichen Dienst, Halal-Gerichten und ähnlichem ja nicht sonderlich zimperlich sind.

 

[Text: M. H.; Bild: Montecruz Foto/flickr]