Die USA bleiben das Einwanderungsland schlechthin. Laut einer aktuellen Studie des Pew Research Center lebten 2015 43,2 Millionen Einwanderer in den USA. Damit sind dem Pew-Forschungszentrum zufolge 13,4 Prozent der US-Bevölkerung in einem anderen Land geboren wurden. Den Anteil von Einwanderern an der Gesamtbevölkerung gab es übrigens 1890 mit 14,8 Prozent. Allerdings lebten damals „nur“ 9,2 Millionen Einwanderer in den Vereinigten Staaten. Fast ein Viertel (24,5 Prozent bzw. elf Millionen) der Einwanderer befindet sich illegal im Land, und 44,1 Prozent (19,8 Millionen) wurden bereits eingebürgert. Interessant ist auch, dass nahezu die Hälfte der Einwanderer (46 Prozent) in nur drei Bundesstaaten lebt: Kalifornien, Texas und New York.

Bemerkenswert ist der Anstieg der Einwanderung seit 1965, als eine neue gesetzliche Regelung das bis dahin geltende Quotensystem ersetzte. So lag der Anteil der Einwanderer an der Gesamtbevölkerung im Jahr 1970 bei nur 4,7 Prozent. Das Pew Research Center hält zudem fest, welche Ausmaße die illegale Einwanderung angenommen hat: „Zwischen 1990 und 2007 verdreifachte sich die Zahl der unrechtmäßigen Einwanderer von 3,5 Prozent auf die Rekordhöhe von 12,2 Millionen. Während der großen Rezession (Wirtschafts- und Finanzkrise, Anm.) nahm ihre Zahl um etwa eine Million ab. Im Jahr 2015 gab es elf Millionen unrechtmäßige Einwanderer, die 3,4 Prozent der Bevölkerung entsprechen.“ Und während die Zahl der illegalen Einwanderer aus Mexiko zurückgeht, ist ein Anstieg aus Mittelamerika sowie aus Asien und afrikanischen Ländern südlich der Sahara zu verzeichnen.

Die Zahlen des Pew-Forschungszentrums bestätigen auch, dass die USA wegen der Einwanderung immer weniger „europäisch“ sind. So stellten 2015 die Mexikaner 27 Prozent (11,6 Millionen) aller Einwanderer in den USA, gefolgt von Chinesen (sechs Prozent), Indern (sechs Prozent) und Filipinos (fünf Prozent). Und 2015 wanderten 110.000 Menschen aus Indien, 109.000 aus Mexiko und 90.000 aus China in die USA ein. Es wird damit gerechnet, dass im Jahr 2055 die Asiaten die Lateinamerikaner als größte Einwanderergruppe überholt haben werden.

 

[Text: B. T.; Bild: Gulbenk/wikimedia.org]