Angeblich sinkt die Zahl der Asylwerber in Österreich. Erstmals seit 2015 sollen sich weniger als 60.000 Personen in der Grundversorgung befi nden, genau 59.922. Ende der Jahre 2015 bzw. 2016 waren es jeweils knapp 80.000, wobei die Höchstspitze im Laufe des Jahres 2016 erreicht wurde und bei rund 90.000 lag. Mehr als 10.000 Bezieher sind laut Innenministerium derzeit subsidiär Schutzberechtigte,knapp 4.000 sind Asylberechtigte,die nach ihrem positiven Bescheid noch vier Monate lang Anspruch auf Grundversorgung  haben. Auch die Zahlen der Asylverfahren sind derzeit im Sinken begriffen. Im Laufe des Jahres 2017 verringerte sich die Zahl der in Erster Instanz offenen Asylverfahren von rund 64.000 auf 31.500. Per 2. Februar sind 23.628 Verfahren in erster Instanz offen.
Aber fast 40 Prozent der in Grundversorgung befindlichen Asylwerber haben gegen den negativen Erstbescheid Berufung eingelegt. Die also wohl mit Hilfe von NGOs wie Caritas o. ä. nach Bearbeitung des Asylantrags mangels Asylgrund kein Aufenthaltsrecht bekommen haben, und nun den Weg durch die Instanzen gehen, obwohl vermutlich auch die 2. oder 3. Berufung nichts daran ändern wird, dass einfach kein Bleibegrund vorliegt – außer vielleicht nach jahrelangem Rechtsweg die mittlerweile übliche gutmenschliche Begründung: „Sie sind schon sooo lange hier und auch bestens integriert …“
Die Folgen der Masseneinwanderung zeigen sich auch bei den Ausgaben für die bedarfsorientierte Mindestsicherung der sogenannten „Fachkrafts-Flüchtlinge“. Erhielten 2011 in Österreich 193.000 Bezieher 439 Mio. Euro, waren 2016 bereits über eine Milliarde Euro für 327.000 Unterstützte auszuzahlen und 2017 dürften die Kosten bereits 1,5 Milliarden Euro betragen.
Trotzdem setzt derzeit das Gejammere internationaler Hilfsorganisationen ein, die die Repatriierung syrischer Flüchtlinge in ihre angestammte Heimat fürchten, würde doch dadurch ein Teil der Asylindustrie „arbeits los“ werden.

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