Die rot-schwarze Koalition versucht den Österreichern weiszumachen, dass die Einwanderung ja doch nicht so stark sei. So wurde medial getrommelt, dass 2016 „nur“ 37.500 Asylanträge angenommen werden. Liest man hingegen den Integrationsbericht des Außenministeriums, dann gibt es ganz andere Zahlen. Demnach betrug die Bruttoeinwanderung nach Österreich im Jahr 2016 rund 174.300 Personen. Zieht man davon jene Menschen ab, die auswanderten, ergibt sich für das vergangene Jahr eine Nettoeinwanderung von 64.676 Personen – das ist etwas mehr, als Villach Einwohner hat. Und 2015 lag die Nettoeinwanderung sogar bei 113.067 Personen.

Bewusst wurde den Österreichern also verschwiegen, dass sich die Obergrenze nur auf die Asylverfahren bezieht. In Bezug auf die tatsächliche Nettoeinwanderung ist von einer „Obergrenze“ hingegen weit und breit nichts zu sehen. Anscheinend wollen Rot und Schwarz und hier vor allem Außenminister Sebastian Kurz, der nun den starken Mann mimt, verhindern, dass die Bürger das wahre Ausmaß der Netto-Masseneinwanderung erkennen. Dieses lag in den Jahren 2015 und 2016 bei 180.000 Personen.

Und ein Ende ist, wie der Bevölkerungsexperte Heinz Faßmann betont, nicht in Sicht. Denn die Alpenrepublik ist – nicht zuletzt wegen der sozialen Wohltaten – auch weiterhin für Einwanderer aus aller Welt ein attraktives Ziel.

 

[Text: A. M.; Bild: ZZ-Archiv]