ZARA, ein Verein, der direkt und indirekt nicht unwesentlich mit Steuergeldern subventioniert wird, hat den Rassismus Report 2017 veröffentlicht, in dem insgesamt 1.162 Vorfälle, die ZARA für rassistisch hält, dokumentiert sind. 62 dieser Fälle, sicher die schlimmsten, werden auch vorgestellt. Ob alles so stimmt, was da der Verein schreibt, kann durchaus angezweifelt werden. Der Report trieft von schockierten, bestürzten, entsetzten, erschütterten, fassungslosen „Opfern des Rassismus“.
Bei kritischem Lesen wird klar, dass viele Fälle gefärbt dargestellt werden. So der Fall eines N*, der von einem genervten Kontrolleur nicht gerade höflich aus dem Zug expediert wird. ZARA erwähnt aber nicht, dass dieser N* nach Beschreibung der Umstände schwarz über Salzburg nach Deutschland fahren wollte. (In diesem Beitrag – und nur in diesem Beitrag – wird in der Art von ZARA gegendert: „Asylwerber*innen“ sind weibliche, männliche und solche Asylanten, die sich ihres Geschlechts nicht sicher sind. Bei N* steht * für die Buchstabenfolge „eger“).
Und schon der erste Fall löst Entsetzen aus: Eine Tschetschenin mit Kopftuch wird in der Straßenbahn am Handgelenk gepackt und geschüttelt. Eine Frau F. meldete als rassistischen Vorfall, dass eine Dame einen Präsenzdieser als „Dschihadisten“ bezeichnet hat. Die Frau F. meint, weil für diese Dame der Präsenzdiener nicht wie ein österreichischer Soldat aussieht. Eine schockierte Frau R. meldet, dass junge Männer in Lodenjacken einen orthodoxen Juden mit dem Gesang: „Rabbi, Rabbi, Kohlrabi!“ beschimpft haben.
Über einem Lüftungsschacht will eine ebenfalls schockierte Frau K. gehört haben, dass im Bad einer Polizeistation mehrfach Leibesvisitationen durchgeführt wurden und dass angeblich eine Person als Trottel und Nigger beschimpft wurde.
Überhaupt kommt die Polizei bei ZARA erwartungsgemäß nicht gut weg. Kriminalität der Migranten gegen Inländer, gewalttätige Revierkämpfe verschiedener Migrantengruppen, tätliche und verbale Angriffe gegen die Polizei, das Leid, das Drogendealer (darunter viele N*) durch ihre Tätigkeit verursachen, wird ignoriert. Angeprangert wird als Rassismus, wenn angeblich grundlos Ausweise von N* kontrolliert werden.
Gewaltdelikte an Lehrern – alleine in Wien wurden letztes Jahr 1.600 Fälle angezeigt – verschweigt ZARA. „Die Täter – egal ob Schüler oder deren Eltern – sind häufig Migranten mit einem ganz besonders abschätzigem Frauenbild“ (Krauss, FPÖ).
Unternehmerische Freiheit wird in Österreich eingeschränkt: Als eine dunkelhäutige Frau von einer Modelagentur abgelehnt wird, weil es zuwenig Kundennachfragen gibt, teilt eine ZARA-Mitarbeiterin der Modelagentur mit, dass „es nicht zulässig (ist), Diskriminierungen über (vermeintliche) Kund*innenwünsche und damit einhergehende wirtschaftliche Bedenken zu rechtfertigen!!“ Eine Bäckerei in Wien sucht ein*e Mitarbeiter*in für den Verkauf, die*der über „akzentfreie deutsche Aussprache“ verfügen müsse. Nach ZARA ist das Diskriminierung. Muss nun ein Unternehmer auch mindergeeignete Personen beschäftigen? Als eine ZARA-Beraterin die Bäckerei „über die rechtliche Lage“ aufklärt, erfrecht sich der Prokurist, ihr zu raten, „an den eigenen Deutschkenntnissen zu arbeiten“.
Das wertet die dünnheutige ZARA-Beraterin mit nichtösterreichisch klingenden Namen als Belästigung aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit und ruft die Gleichbehandlungsanwaltschaft an.
Und zum Schluss zwei Fälle, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen: Ein Mitarbeiter eines Zustelldienstes übergibt einem Chinesen ein Paket und schreibt er auf den Zustellschein, das Paket sei von „CHINGCHANGCHUNG“ entgegengenommen worden. ZARA hat sich dieses Falles schon angenommen. Eine Frau T. ist irritiert, dass eine Skihütte: „Onkel Tom’s Hütte“ heißt. Wirklich schockiert ist sie, als sie auf der Karte ein Bier mit dem Namen „N*“ findet. Sie informiert ZARA. Unbekannt ist, ob eine ZARA-Beraterin die Horst Neger GmbH, die Getränke, auch Bier, erzeugt, aufgefordert hat, ihren Namen politisch korrekt auf Horst Afroösterreicher GmbH zu ändern.
Es lohnt sich, diesen Report kritisch durchzulesen. Im ganzen Report wird kein einziger rassistischer Übergriff von Ausländern gegen Inländer dokumentiert. Eine Schmiererei „Scheiß-Österreicher“ ist nicht rassistisch. Für ZARA gibt es Rassismus nur bei der indigenen Bevölkerung. Werden die Maßstäbe von ZARA an ZARA angelegt, so ist dieser Rassismus-Report ein übles, rassistisches Machwerk!

Lesen Sie mehr zu diesem Thema in der neuen Ausgabe der ZurZeit, entweder hier als E-Paper, oder ab Freitag in Ihrem Kiosk.

[Bild: Cover ZARA Rassismus-Report 2017]