Das AMS hat die Ergebnisse des „Kompetenzchecks“ von 898 anerkannten Flüchtlingen vorgestellt. Glaubt man dem Arbeitsmarktservice, dann sind die sogenannten Flüchtlinge besser qualifiziert als die Einheimischen. So sollen 23 Prozent der Zivil-Invasoren über ein abgeschlossenes Studium verfügen, und weitere 27 Prozent sollen die Matura gemacht haben. Zum Vergleich dazu liegt laut Statistik Austria die Akademikerquote der Österreicher bei knapp 16 Prozent.

Es liegt der Verdacht nahe, dass das AMS mit den „Kompetenzchecks“ die gutmenschliche Behauptung zu untermauern versucht, wonach es sich bei den sogenannten Flüchtlingen hauptsächlich im irakische Ärzte und syrische Diplomingenieure handeln soll. So soll die Akademikerquote bei den Irakern bei 40 Prozent liegen, und bei den Syrern bei immerhin noch 26 Prozent. Einzig bei den Afghanen gäbe es Bildungsmängel, denn bei dieser Gruppe sind 30 Prozent Analphabeten.

Fraglich ist, ob die Hochschulbildung der Asylanten – sofern überhaupt vorhanden – europäischem Niveau entspricht. Zudem ist bekannt, dass man z. B. in Libanon um relativ wenig Geld gefälschte Maturazeugnisse oder Universitätsdiplome kaufen kann.

Die Ergebnisse des AMS widersprechen darüber hinaus diametral Studien der deutschen Bundesagentur für Arbeit. Diese kommt zu dem Ergebnis, dass nur acht Prozent der Asylanten über eine akademische Ausbildung verfügen. Weitere elf Prozent sollen eine berufliche Ausbildung haben. Der Umkehrschluss lautet daher: 81 Prozent der „Flüchtlinge“ können keine formale Qualifikation vorweisen und sind daher potentielle Hartz IV-Dauerbezieher. Glaubt man der AMS-Studie, dann müsste die Realität folgendermaßen aussehen: Die syrischen und irakischer Akademiker suchen in Österreich um Asyl an, die Analphabeten dagegen in der Bundesrepublik Deutschland.

 

[Text: B. T.; Bild: ZZ-Archiv]