Anderthalb Monate vor der Bundestagswahl am 24. September haben immer mehr Wähler anscheinend genug von der schwarz-roten Regierung. Denn laut „ARD-Deutschland-Trend“ sind derzeit nur mehr 47 Prozent der Bürger mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden bzw. sehr zufrieden. Das sind um ganze acht Punkte weniger als im Vormonat. Umgekehrt stieg die Zahl derjenigen, die mit der Arbeit der Bundesregierung weniger oder gar nicht zufrieden sind, um sieben Prozentpunkte auf nunmehr 51 Prozent.

Deutlich nach unten gehen auch die Zustimmungsraten von Angela Merkel. Nur mehr 59 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Bundeskanzlerin zufrieden, um zehn Prozent weniger als noch einen Monat zuvor. Aber dennoch muss sich Merkel nicht fürchten. Denn auch bei ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz zeigen die Werte nach unten. Nur 33 Prozent sind mit der Arbeit des roten Kanzlerkandidaten zufrieden, das sind vier Prozent weniger als im Vormonat.

Was den Ausgang der Bundestagswahl betrifft, käme es einer politischen Sensation ersten Ranges gleich, wenn nicht die Union als erste durchs Ziel geht. Denn mit 39 Prozent liegen CDU/CSU mehr als deutlich vor der SPD (24 Prozent). Der „Hype“ um den neuen Parteichef Schulz entpuppt sich somit als politisches Strohfeuerchen. Spannend wird hingegen das Rennen um Platz drei. Hier liegt die Linke (neun Prozent) nur knapp vor FDP, AfD und Grünen (jeweils acht Prozent). Wenn die Alternative für Deutschland einen soliden Wahlkampf führt, hat sie gute Chancen, als drittstärkste Kraft aus der Bundestagswahl hervorzugehen.

 

[Text: B. T.; Bild: International Maritime Organization/flickr]