Kennen Sie Jacques Hamel? Jacques Hamel ist Priester. Das heißt: Er war Priester und wäre es vermutlich noch immer, wenn ihm nicht am 26. Juli 2016 zwei Islamisten während einer Heiligen Messe in der Kirche „Saint-Étienne“ die Kehle durchschlitzt und ihn verbluten lassen hätten.

Es folgten die üblichen Trauerkundgebungen von jenen Staatsmännern, die durch ihre jahrzehntelange liberale Zuwanderungspolitik solchen Terroranschlägen erst den Boden bereitet hatten. Den Gipfel des Zynismus erreichte die Causa allerdings, als knapp drei Monate später ausgerechnet Papst Franziskus eine Seelenmesse für den 85-jährigen Abbe las, die Seligsprechung begrüßte und das Verfahren genehmigte.

Jener Papst Franziskus, den der linke Kabarettist und Kern-Unterstützer Michael Niavarani im letzten „profil“ zu Recht den „letzten europäischen Sozialdemokraten“ nannte.

Die Seligsprechung von Jacques Hamel ist zweifellos sinnvoll und berechtigt und wäre auch ein vernünftiges Signal gegen islamischen Terror und die dritte Belagerung Europas.

Wenn sie allerdings von jemandem vorgenommen wird, der, wie Papst Franziskus, eine Messe später wieder der Massenmigration das Wort redet und die Europäer auffordert, mehr Flüchtlinge aufzunehmen und mehr „Menschlichkeit“ walten zu lassen, dann wäre diese Seligsprechung nicht nur zynisch, sie wäre verlogen, abstoßend und pietätlos.

Vielmehr müsste der Papst zunächst dieses Signal richtig deuten und seine Gemeinde dann endlich dazu aufrufen, sich ihrer abendländischen Wurzeln zu besinnen, zu verteidigen, was über Jahrhunderte mühsam erkämpft wurde, und jenem radikalen Islamismus, der ohne Zweifel durch unkontrollierte und zügellose Zuwanderung Aufwind bekommen hat, das Wasser abzugraben. Stattdessen düngt er jahrelang das Feld und staunt schließlich über Unkraut.

Also: Seligsprechung ja, aber bitte von einem anderen Papst! Einen hätten wir sogar in petto…

[Text: A.L.; Bild: Wikipedia.org/Gérard; Lizenz: CC BY-SA 4.0]